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Salutogenese

 

Die Lehre von der Salutogenese, der Lehre „von der Entstehung und Erhaltung der Gesundheit“ steht klar im Gegensatz zu der heute einzig als wissenschaftlich geltende Lehre, der Lehre „von der Entstehung und dem Erhalt der Krankheiten“, der Pathogenese.

Es gibt viele Krankheiten - aber nur eine Gesundheit.

Der wirkliche Grund dafür, dass die Lehre von der Entstehung und dem Erhalt der Krankheiten in der heutigen Zeit im Zentrum der Aufmerksamkeit der Medizin – in Forschung und Lehre – steht, hat nicht wirklich historische Gründe, denn die Geschichte dieser sog. "modernen Medizin" begann ihre Geschichtsschreibung mit der industriellen Revolution, der herrschaft des Geldes über die Produktionsprozesse, der Entstehung des Dogmas, ausgegeben durch die chemischen Industrie, dass Medikamente chemische Substanzen sind und immer Nebenwirkungen haben.

Als Robert Bosch 1940 das von ihm gestiftete Krankenhaus in Stuttgart seiner Bestimmung übergab, war die Homöopathie die geltende Wissenschftslehre. Das Dr. Margarete Fischer-Bosch-Institut für klinische Pharmakologie und das Institut für Geschichte der Medizin, das den Nachlass des Homöopathie-Begründers Samuel Hahnemann verwahrt, sind Zeugen dieses Weges und verbergen in ihren Archiven wohlgehütet die Belege des heute wohlmeinend belächelten "Irrglaubens der damaligen Zeit"... Der 1969 entstandene Neubau trägt noch heute den Namen "Robert-Bosch-Krankenhaus". 1978 wurde das RBK als akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Tübingen, der heute gültigen Doktrin "von der Erhaltung der Krankheiten durch die Schulmedizin" eingegliedert. Von den Intentionen des Gründers sind nur noch vereinzelt Worthülsen übrig - der Rest wurde "reformiert" und fiel der "innovativen wissenschaftlich orientierten modernen Diktion" zum Opfer.

Bei eingehender Nachforschung erkennen wir unschwer einzig und allein kommerzielle Gründe für die Propaganda der "Segnungen" der "modernen Medizin in Forschung, Wissenaschaft und Gesellschaft".
Denn wirklich lohnende Profite ergeben sich nur, wenn Forschungsergebnisse die Schaffung von Alleinstellungsmerkmalen in Form von Patenten ermöglichen und ihre nachfolgende Verbreitung entsprechend einer Anwendungsdoktrin, über die Lehre an Universitäten garantiert wird. Der ständiger Bedarf von sog. „Drittgeldern“in der universitären Forschung, da staatliche Mittel nicht ausreichend zur Verfügung gestellt werden, führen zu einer Schmiergeldbewegung aus der Industrie, die die Lehre "fördert und fordert" und die sich so entsprechende Absatzmärkte erschließt, indem über professorale Wege aus der sog. Lehre heraus, autoritativ ganzen Arztgenerationen suggeriert: „Krankheit bestehe in dem Schrei des Körpers nach Chemie“ und erfordere entsprechende Gegenmaßnahmen, wobei man zu differenzieren habe, ob dieses Mittel besser oder jenes hilfreicher sei – letztendlich bestehen Unterschiede nur im Namen der Herstellerfirma.

Die Freiheit der Wahl des richtigen Medikamentes, unter Auslassung aller nicht chemischer Grundmittel, führt dahin, dass nicht mehr die Prozesse der Heilung des kranken Menschen im Mittelpunkt stehen, sondern die steigenden Renditen und Börsenwerte der Industrie.
Der zynische Höhepunkt dieser Denkweise ist der Schwer-Krebskranke Aktionär, der sich täglich über die Zuwächse seiner Pharma-Aktien in seinem Bankdepot freut und dabei vergisst, dass er sein Leben deutlich verkürzt durch Nutzung ebendieser Medikamente.

Dass hier nur eine Änderung des Bewusstseins der Menschen eine Änderung des Systems etwas bewirken kann, ist bekannt, jedoch erfolgreich wird die Kehrtwende erst, wenn jeder bei dem beginnt, „den er morgens im Spiegel sieht“, nämlich bei sich selbst. Erst dann wird es eine Chance zur Wende geben.

Und: mögen noch so viele Versuche gestartet werden, um diese These zu widerlegen, sie werden keine andere Erklärung finden und an der Intensität und Hartnäckigkeit der Argumentationsführung wird abzulesen sein, wie weit der Erklärende bereits in die Abhängigkeit der Unfreiheit im Denken geraten ist – sozusagen „ein Kind der heutigen Zeit“ ist.

"Revolution in Technik, Medizin, Gesellschft" herausgegeben von Hans A. Nieper, im MIT Verlag, Oldenburg, zeigt anhand der Inhalte von zwei internationalen Tagungen: Hannover 1980 und Toronto 1981, wo wir in der Medizin stehen und wo wir stehen könnten - wenn die Wissenschaft ihre Unabhängigkeit erhalten hätte...

Die salutogenetische Denkweise erkennt zwischen den Polen der Krankheit und der Heilung das Spannungsfeld, in dem wir Menschen uns „in Gesundheit“ befinden - einem labilen Gleichgewicht, das zu erhalten ständig unsere Aufmerksamkeit braucht.

Hier begegnet uns die Balance als Zustand wieder, in dem wir uns gesund fühlen - und gesund sind.

Gesundheit ist nicht die Abwesenheit von Krankheit, auch nicht nur das, was die WHO (Weltgesundheitsorganisation) als Gesundheit definiert, sondern der labile Zustand des Gleichgewichtes zwischen "Zuviel" und "Zuwenig", der ständig erhalten und von neuem erzeugt werden muss.

Das nennen wir: Salutogenese, die Lehre vom Entstehen und dem Erhalt der Gesundheit.

Natürlich bewußt - bewußt natürlich!