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Fahrplan zur
Patientenverfügung / Medizinische Vorsorgevollmacht

 

 

Sie erkennen, daß Ihr Leben im Tod seine irdische Grenze findet.
Sie kennen die Möglichkeiten der modernen Medizin.
Die moderne Medizin findet Ihre Grenzen im Tod.
Doch den empfindet sie meist als Versagen, als Niederlage.
Sie erhoffen sich von einem guten Tod die Erlösung von Gebrechlichkeit, Schmerzen und Leid.

Sie nehmen Ihre Patientenrechte wahr.

Die Wahrnehmung von Patientenrechten ist nur in der ärztlichen Behandlung, im Heim oder in der Klinik möglich. Nicht im Notfall auf offener Strasse. Kein Notarzt, der auf offener Strasse zu Ihnen gerufen wird, sucht dort in Ihren Papieren nach einer Patientenverfügung. Für ihn bedeutet Zeit Leben. Er wird z.B. bei einem Herzstillstand sofort handeln: reanimieren.

Sie haben eine Patientenverfügung unterschrieben.

Sie wünschen sich, dass Ihre Sie behandelnden Ärzte in der Klinik Ihre Patientenwünsche kennen und respektieren.

Ihre Patientenverfügung soll im Ernstfall auch „funktionieren“.

Dazu muss Ihre Patientenverfügung all den Personen bekannt sein, die in Zeiten der Krankheit sich um Sie sorgen und für Sie Verantwortung tragen.


IHRE VERWANDTSCHAFT

Ihre Patientenverfügung wird kein Arzt beachten, wenn sich einer Ihrer Verwandten gegen Ihre Patientenverfügung ausspricht. Denn jeder Arzt hat Angst vor juristischen Konsequenzen, z.B. wegen „unterlassener Hilfeleistung“ oder „fahrlässiger Tötung“ gerichtlich belangt zu werden und darüber womöglich seine Approbation zu verlieren. Wenn nur ein Verwandter von Ihnen in der Klinik anruft und verlangt, „für die Oma“ („für den lieben Opa“) ja alles im menschlichen Ermessen Stehende zu tun („damit er auf keinen Fall stirbt“), dann werde die Ärzte „die Therapie maximieren“, d.h. Sie mit allen Errungenschaften der modernen Intensivmedizin „versorgen“. Wenn Sie Ihre Patientenverfügung unterschrieben haben, dann dürfte für Sie das Thema „Sterben“ / „Tod“ kein Tabu mehr sein. Laden Sie Ihre gesamte Verwandtschaft (Eltern, Ehegatte, Geschwister, Kinder, Schwiegersöhne und -töchter, Enkel) zu einem Kaffeekränzchen/Abendessen zu sich nach Hause ein und klären Sie Ihre Lieben darüber auf, dass und wie Sie würdig sterben möchten. Sagen Sie Ihren Lieben, dass es für Sie Ihr „letzter“, d.h. unbedingter Wille ist, würdig sterben zu dürfen. Der Ernstfall kann ja jederzeit eintreten! Händigen Sie all Ihren Lieben ein Exemplar Ihrer Patientenverfügung aus. Sie soll für jeden Auftrag sein, im Ernstfall Ihren Willen wahrzunehmen. Weisen Sie Ihre Verwandten auch auf diesen „Fahrplan“ hin: Informieren Sie sie, bei welchen Personen (bzw. Institutionen) überall bereits Ihre Patientenverfügung liegt bzw. künftig liegen soll.

 

IHRE ENGEN FREUNDE

Laden Sie auch Ihre engen Freunde zu einem Kaffeekränzchen/Abendessen ein. Sprechen Sie mit Ihnen über Ihre Patientenverfügung und geben Sie ihnen eine Kopie. Auch Ihre Freunde können in der Klinik für Ihren Patientenwillen eintreten.

 

IHRE ÄRZTE

Wenn Sie die Sprechstunde eines Ihrer behandelnden Ärzte (Internisten) aufsuchen, übergeben Sie jedem einzeln eine Kopie Ihrer Patientenverfügung. Besonders wichtig: Geben Sie Ihrem Hausarzt ein Exemplar und reden Sie mit ihm über Ihre Patientenwünsche, damit er sie im Ernstfall für Sie vertreten kann !

 

IN DER KLINIK

Wenn Sie in eine Klinik eingeliefert werden, dann ist es wichtig, daß Sie eine Person an Ihrer Seite wissen, die Sie unterstützt bei der Verbreitung Ihres Patientenwillens. Geben Sie ein Exemplar Ihrer Patientenverfügung an die Verwaltung der Klinik und machen Sie in einem Begleitschreiben vor allem auf den Abschnitt Nr.6 Ihrer Patientenverfügung aufmerksam! Nehmen Sie in die Klinik einen ganzen Stapel von Ihren Patientenverfügungen mit !
Geben Sie jedem Arzt, dem Sie begegnen, ein Exemplar Ihrer Patientenverfügung !
Bestehen Sie darauf, dass er Ihre Patientenverfügung zu Ihren Krankenakten nimmt !
Geben Sie auf jeder Station, auf die Sie gelegt werden, im Stationszimmer eine Ihrer Patientenverfügungen ab und bitten Sie das Stationspersonal um Beachtung.
Vor jeder Operation kommt tags zuvor der Anästhesist an Ihr Krankenbett und klärt Sie über die Narkose auf. Geben Sie ihm ein Exemplar Ihrer Patientenverfügung und sprechen Sie mit ihm über Ihren Patientenwillen !

 

MERKE:

Verständigung ist alles. Ärzte sind dankbar und froh, wenn die Patienten und Ihre Angehörigen „klar“ sind, wenn sie wissen und sagen was sie wollen. Wenn der Arzt Klarheit hat über Ihren Patientenwillen von allen Seiten, dann wird er ihn auch respektieren. Lassen Sie sich nach Möglichkeit die Kopien Ihrer Patientenverfügung alle amtlich beglaubigen (macht jedes Katholische und Evangelische Pfarramt gratis).


HAKEN SIE DIESEN FAHRPLAN SYSTEMATISCH AB, SONST KANN IHRE PATIENTENVERFÜGUNG / MEDIZINISCHE VORSORGEVOLLMACHT IM ERNSTFALL WOMÖGLICH UNWIRKSAM BLEIBEN !

 

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