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Homöopathie und Allopathie

 

 

 

 

Homöopathie-Allopathie -- Grundgedanken und Konsequenzen


Der Homöopathie und Allopathie liegt nicht nur ein unterschiedliches Verständnis von Gesundheit und Krankheit zugrunde, sie sind völlig verschiedene Ansätze in Bezug auf das Wirkprinzip.

In der Homöopathie wird Krankheit betrachtet als Verstimmung (wie bei einem Instrument) der Lebenskraft, eine Dysbalance in der Funktion der Organsysteme und Energien im Organismus. Gesundheit ist dann die Rückkehr zur Harmonie der Lebenskraft, zur Balance.

In der Allopathie werden die Erscheinungsbilder, die Symptome, als die Krankheit selbst angesehen. Ein Geschwür gilt als Krankheit, wird es operiert, gilt der Patient anschließend als gesund.
Treten nach der Operation an einem anderen Organ neue Beschwerden auf, so wird dies als neue Krankheit betrachtet. Zunächst einmal wird jedes Phänomen für sich betrachtet, die Lehre ist die Pathogenese, es ist die Lehre von den Krankheiten – von den vielen tausend Krankheiten, die uns bedrohen können...

Ein Hautausschlag, der nach der Anwendung einer Salbe verschwunden ist, gilt als geheilt.
Für die Allopathie ist eine Krankheit unter Zuhilfenahme von Labor, Mikroskop, Röntgen, Ultraschall, Computer-Tomographie etc. darstellbar. Sobald die Werte wieder der Norm entsprechen und die krankhaften Zeichen verschwunden sind, gilt der Patient als geheilt.
Das eigentliche Befinden des Patienten ist weniger wichtig, denn es lässt sich nicht messen und nicht objektiv sichtbar machen.

In der Homöopathie sind sichtbare Krankheitszeichen immer das Resultat einer Störung/Erkrankung des ganzen Körpers. Die Ursache einer Erkrankung liegt tiefer, nämlich in der Störung der Lebenskraft, die zunächst nicht sichtbar ist und nur in den Folgen der Auseinandersetzung des Körpers mit der Krankheit in Erscheinung tritt.

Im allopathischen Denken sind Bakterien, Viren, Pilze und sonstige Mikroben die Ursache einer Erkrankung und müssen radikal mit Antibiotika oder Antimycotica abgetötet werden.

Die Homöopathie hingegen kennt keine Bakterien, Pilze oder Parasiten als Krankheitserreger, sie ist der Ansicht, dass sich nur in einem geschwächten Organismus Krankheiten als Zeichen des Kampfes gegen eine spezifische Schwäche zeigen.

Erkennen oder Beachten wir sie nicht, kann ein größerer Schaden entstehen.
Leider ist dann heute häufig die Konsequenz: "da kann jetzt nur die Allopathie helfen"– dies aber ist kein methodisches muss, sondern ein Trugschluß und das Symptom für Ungeduld und Unwissenheit: denn Krankheit ist nicht „Der Schrei des Körpers nach Chemie“, sondern der Ruf nach Gleichgewicht...

Homöopathie "tötet" keine Bakterien oder Pilze, sondern stärkt die Selbstheilungskräfte des Menschen, damit er gegen Abwehrschwäche, gegen "Angriffe“ gerüstet ist – nicht so „anfällig“ ist – sich nicht von jedem Schnupfen „anfallen“ lässt.

Der homöopathische Heilansatz richtet sich nicht gegen lebenserhaltende Operationen oder gegen eine Notfall- oder Unfallmedizin, die besonders bei Unfällen und in der Geburtshilfe wertvolle Dienste leisten. Bei einem gebrochenen Bein kann man homöopathisch die Heilung unterstützen und beschleunigen, nachdem es gerichtet und geschient wurden.

In der Allopathie bekommt jeder Patient mit einem bestimmten Leiden ein gleichartiges Medikament, z.B. bei Schmerzen ein Schmerzmittel, bei Rheuma ein Rheumamittel, bei Heuschnupfen ein Antiallergikum, bei Hautausschlag Cortison etc.
In der Homöopathie wird ein Mittel nach den individuellen Krankheitserscheinungen des Patienten verabreicht. Der Menschen wird als eine Einheit betrachtet, eine nicht trennbare Ganzheit von Körper, Seele und Geist. Es wird immer die Gesamtheit behandelt, nicht nur einzelne Teile.

In der Allopathie wird immer mehr spezialisiert. Ein Herzkranker wird zum Kardiologen überwiesen, bei Magen-Darmstörungen tritt der Internist in Aktion usw. Die Forschung geht immer weiter, und dadurch entwickelt sich immer mehr ein Spezialistentum. Bei dieser Suche nach dem Einzelnen besteht die Gefahr, dass der Mensch in seiner Gesamtheit verloren geht.

Ziel der homöopathischen Behandlung ist es, die allgemeine Lebenskraft zu stärken und zu harmonisieren und nicht ein Symptom zu beseitigen oder zu unterdrücken. Der Organismus wird somit in die Lage versetzt, die Krankheit selbst zu besiegen.

Allopathie, als mechanistische Medizinanschauung mit der Bemühung durch „fremd“-Mitteleinsatz zu heilen (allo = fremd) steht in der Homöopathie einer Medizinanschauung gegenüber, die „gleiche “Mittel sucht, um zu heilen (homöo = gleich).

Heute jedoch durch die Erkenntnisse der Teilchenphysik, der Quantenphysik, der Quarks, durch Chaostheorie und morphogenetische Felder, kann der moderne Heiler im Organismus des Menschen eine sich selbst regulierendes kybernetisches System erkennen, das nicht mehr mit „fremd“-Mitteln beschossen werden muss, wenn es mal aus der Regulation gerät. Der moderne Heiler beginnt, das System zu modulieren, auszutarieren, mit „gleich“-Gewichten wieder in die Balance zu bringen.

Mit dem Einsatz energetischer Methoden „checkt“ er, wie ein Computerfachmann die Software: ohne Löcher in den Körper zu bohren oder mit diagnostischen Schnitten zur Gewebeentnahme die Ganzheit des Körpers verletzen zu wollen.

Mit dieser Erkenntnis gehört die sog. Invasivdiagnostik und Invasivmedizin,
in der sich „große Ärzte durch große Schnitte“ hervortaten, endlich der Vergangenheit an.

Und wieder: – ein mechanistischer Vergleich statt mechanistischer Anschauung - der Mensch wird gleich einem „hochmodernen vollelektronischen Auto“ an Systeme angeschlossen, die die Diagnostik völlig ohne Eingriff in die Einheit von Körper, Geist und Seele fehlerfrei bis in die feinste Zellstruktur hinein - (bis in die elektrochemischen Zellstoffwechselprozesse, die die mikrobiochemischen Prozesse und die Zellularorganinteraktionen regulieren) - durch Induktionsprozesse „abcheckt“.
Weder Röntgenstrahlungen, noch Ultraschall, noch Magnetfelder oder großapparatige Diagnosegeräte auf der Suche nach Spuren von Radioaktivität im Körper, sind hier der Weg.

Resonanzfrequenzen, Schwingungen, unhörbar fein, wie „Echo“ gebend, machen, aufgearbeitet durch Computer, Resonanzen sichtbar, die so und nicht anders im gesunden Körper zu sein haben.

Ausgehend vom Weg der Suche nach der Krankheit, um diese zu bekämpfen, sie zu eliminieren, zu zerstören und auszurotten stoßen wir an Grenzen, die dem Menschen letztendlich das Überleben unmöglich macht. Wir befinden wir uns nun auf dem Weg der Suche nach der Gesundheit.

Dort, wo sie nicht ist, finden wir Schwäche, vielleicht ungeordnete Impulse, Kommunikationsdefizite und Informations-Chaos. Als Heiler haben wir die Aufgabe die Ordnung, die Stärke, den Ausgleich im Zusammenspiel der Organe, wieder anzuregen, zu aktivieren, wieder herzustellen.

Die Ursache der Gesundheit wird Ziel der Forschung in der Medizin –
„Salutogenese“ statt „Pathogenese“

Die Gesundheit gibt es nicht tausendfach, wie die Krankheiten („ Ich habe (viele) Krankheiten“), sonder einfach nur einfach („Ich bin gesund“) .

Es wird wieder einfach – und auch bezahlbar, gesund zu sein.

 

 

Die Ärzte sind mit ihrem System der Allopathie überfordert

 

»Mir geht das einfach nicht aus dem Kopf, ich kann's einfach nicht begreifen: Daß Du die Diagnose als wertlos hinstellst, wo doch ausgerechnet diesem Gebiet so viel Bedeutung von allen Seiten beigemessen wird!«

Wenn es keine echten Krankheiten gibt, sind auch keine Diagnosen zu deren Ermittlung erforderlich! Und sinnvolle Behandlungen aufgrund einer Diagnose gibt es höchstens für die Unfall- aber nicht für die Krankheitsmedizin. [-> LV 1172]
Der Doktor findet ja doch nicht die wahre Ursache für Dein Leiden - von einem Schnupfen oder von einem Loch im Kopf mal abgesehen. Er findet nur eine der vielen möglichen Vorursachen.

Die wirkliche Ursache will er aus offensichtlichen Gründen nicht finden, weil er dann fürchtet, Dich als Patienten zu verlieren, würde er sie Dir benennen. Und Du willst sie meist auch gar nicht hören. Weil Du fürchtest, er könnte einen Finger auf eine offene Wunde bei Dir legen, oder eine bittere Wahrheit würde sich Dir auftun. Und um das zu vermeiden, macht Dir der Arzt vor, er könne Dich heilen. Und Du machst ihm vor, daran zu glauben... Zudem: Diagnosen erhöhen oft Deine Leidensanfälligkeit. Im übrigen sind sie nicht ganz so zuverlässig wie Wahrsagen aus dem Kaffeesatz.

»Ach ja? Und wieso kann eine Diagnose die Krankheit verschlimmern?« fragst Du, »mal abgesehen von der schädlichen Thorotrast-Kontrastmittel-Einspritzung, an der früher so viele Menschen gestorben sind?«
Weil es heute - beim teuergemachten Suchen nach den Pseudoursachen - zu viele schädigende Verfahren gibt. So kann jede Vorsorgeuntersuchung und fast jedes Diagnoseverfahren - mal abgesehen von einer Blutentnahme oder Urinprobe - zu gefäßschädigenden Geschwüren, Lungenembolie, Nierenschock oder Krebs führen.

Hinzu kommt, daß die Ärzte sicherheitshalber lieber eine harmlose Krankheit gefährlicher darstellen - und deshalb auch gefährliche Medikamente verschreiben und Spritzen verpassen, die dann wieder zu neuen, schlimmeren Krankheiten führen.

Es ist Unsinn, Maschinen und Reagenzgläserpröbchen darüber entscheiden zu lassen, wie der Zustand eines Menschen zu beurteilen ist. Bei 18% aller völlig normalen Menschen weist das EKG Störungen ihrer Herztätigkeit aus! Fatale Behandlungen werden dann angeordnet, obschon die Betreffenden überhaupt nicht krank sind. Verhängnisvoll ist es, wenn daraufhin angeblich herzgeschädigten Kindern verboten wird, am Gymnastikunterricht teilzunehmen oder Sport zu betreiben. Anstatt das Herz zu trimmen, daß es kräftig wird, wird das »arme Kind« nun geschont und zu einem Fettkloß und steifem Gockel herangezogen. Mindestens 27% aller Labortests sind falsch!

Millionen Frauen haben ihre Brüste für nichts und wieder nichts eingebüßt, nur weil die medizin-technischen Assistentinnen sich lieber für »bösartig« entscheiden als für »gutartig«, damit man ihnen später keinen Vorwurf machen kann. Den dummgläubigen Ärzteanbeterinnen steigt es jetzt hoch: »Ach Gottchen, das ist doch schon etwas länger her, heute ist man da viel sorgfältiger. Wenn ich da nur an die Fernsehsendungen mit dem so gewissenhaft alles bedenkenden Doktor...«

Stopp, ehe Du weiter faselst. Schlag mal schnell im Literaturverzeichnis die Nr. 2421 b auf - und dann schwärme weiter.

Zudem: Der Mammograph verursacht Krebs - seine Strahlungen sind karzinogen. Auch dies solltest Du Dir vor Augen hatten! Dreimal Krebsvorsorgeuntersuchung - dann zeigt der Apparat beim vierten Male vielleicht schon die ersten Krebsknoten; Nun sag nur noch, Diagnosen seien ungefährlich! Das schlimmste für Dich an der Diagnose ist aber: Sie dient dem Arzt als Grundlage, eine Dich schädigende Behandlung einzuleiten: mit giftigen, schädigenden Medikamenten, mit zerstörender, radioaktiver Atombestrahlung, mit Krebszelten ausstreuenden Skalpellschnitten oder Gewebe-Punktionen. Merke: Je früher die Diagnose, je eher wirst Du wirklich krank!

Mach Dir das ganz klar: Je eingehender die Ärzteschaft ihre zu 50% falschen Diagnosen an Dir macht, desto schlimmer ist das Ergebnis für Dich. Auch hier wieder: je gewissenhafter der Arzt ist, desto kränker wirst Du gemacht.
»Ah - sind die deshalb so scharf darauf, Vorsorgeuntersuchungen zu machen? Je mehr krank, desto mehr Krankenscheine und Chipkarten?«

Einmal das - zum anderen aber auch: Wird der Krebs zwei Jahre früher entdeckt, ist die Wahrscheinlichkeit größer, daß der oder die Betroffene in 5 Jahren noch lebt und man so sagen kann, daß immer mehr von Krebs geheilt würden, obschon die amtlichen Zahlen genau das Gegenteil nachweisen. Eine Vorsorgeuntersuchung ist auch keine Vorsorge, sie ist nichts anderes als eine Nachschau, ob sich bei Dir der Krebs bereits eingenistet hat. Aber merke:
Die Früherkennung von Krebs durch eine Vorsorgeuntersuchung wäre nur dann sinnvoll und zu empfehlen, wenn Du danach bereit bist, Dich von jedem Arzt sofort fernzuhalten und voll auf die Urzeit-Therapie einzusteigen.

Eine Vorsorgeuntersuchung bringt Dir sonst nichts anderes als frühe Sorge, verfrühte seelische Belastung, Zwang zur Untätigkeit, Erstarrung. Dazu unnütze Ängste vor jeder neuen Untersuchung und ständig zermürbende, vergebliche Hoffnung auf neue Forschungsergebnisse, die später in Enttäuschung und Verbitterung umschlagen. Und zusätzlich frühe Krankheit und Schädigung Deiner Immunkräfte durch die giftigen Medikamente, welche Ärzte anzuwenden jetzt für richtig halten. Nach der Arndt-Schultzschen Regel rufen schwache Reize eine Reaktion hervor, die derjenigen starker Reize genau entgegengesetzt ist. Diese Regel gilt auch für die Röntgenstrahlen. Kleinste Mengen erzeugen Krebs, große zerstören ihn. Zwei derartige Untersuchungen erhöhen die Krebsanfälligkeit um das Doppelte. Laß sie bei Dir nicht zu. Schütze Deine Gesundheit vor den Ärzten, die sie Dir leichtfertig so schädigen, daß sie Dich Dein Leben lang als Sklaven halten können.

»Ich brauche den Vorschlägen des Arztes ja nicht zu folgen und kann seine Medikamente ungeschluckt lassen. Hauptsache, ich weiß was ich habe!«

Das wäre für Dein Leben nicht gerade das Beste! Um ein schweres Leiden zu wissen und gar nichts dagegen zu unternehmen, das würde Dich allein schon seelisch kaputtmachen. Und dann muß ich Dir nochmals ins Gedächtnis rufen: 50%, die Hälfte aller von den Ärzten festgestellten Krankheitsscheinursachen sind - wie man in Tests feststellte - völlig unzutreffend!

Natürlich erfährt davon kein Außenstehender, denn Ärzte hatten bekanntlich wie Pech und Schwefel zusammen und verraten sich gegenseitig nicht. Nur unter sich kalauern sie: Von hundert Hustern hat einer Tbc oder Krebs - aber welcher? Und die Patienten verhalten sich ja meist alle wie Lämmer. Nur einmal haben es bisher gut 200 Arztkunden in Hamburg gewagt, gegen einen Chirurgen öffentlich vorzugehen, der sie alle zu Krüppeln operiert hatte. Ständig mußten die Ärzte in der Umgebung des betreffenden Hamburger Krankenhauses nachoperieren. Und sogar verkehrt herum einzementierte Gelenke wieder herausmeißeln - aber keiner der Mediziner machte den Mund auf, nur weil der Pfuscher einen Professorentitel vor dem Namen trug. Ich hab' hier mal einen von den ständig wiederkehrenden Skandalen in Erinnerung gerufen, die nicht mehr vertuscht werden konnten. Wenn ich alte aufführen wollte, die es in dieser Beziehung gegeben hat, dann könnte ich weitere zehn Bücher damit vollkriegen, ohne die darzustellen, die nicht bekannt wurden - und die in die Millionen gehen. Aber von diesen Dingen hast Du ja wohl selbst zur Genüge gehört. Ich möchte das nicht besonders hochspielen, da ich mir sage, daß es in jedem Beruf Murkser und Pfuscher gibt, und daß man das hinnehmen muß. Nur: In keinem anderen Beruf gibt es mehr davon. Weil in der gesamten Krankheiten behandelnden Sparte der Mediziner eine das Leid von Millionen verursachende kunstfehlerhafte Vergiftungspraxis angewandt wird: die auf Kampf gegen den Körper des Kranken eingestellte Allopathie.

Blutdruckmessungen können allein schon deshalb überdurchschnittlich hohe Werte ergeben, weil eine Ärztin oder ein Arzt sie vornimmt. Eine Untersuchung mit 48 Patienten fand heraus, daß bei allen Patienten der Blutdruck zu Beginn der Visite um etwa ein Viertel in die Höhe schoß.

»Was willst Du: Meine Blutwerte sind bestens in Ordnung, der Blutdruck liegt in der normalen Höhe, mein EKG...«

Sei Dir nicht ganz so sicher, mein Freund. Denk mal etwas tiefer nach. All diese sogenannten Normalwerte sind sämtlich an kranken und nicht an gesunden Menschen ermittelt worden. Denn das ist doch klar: die angeblich Gesunden sind genauso krank wie die Leidenden. Bei denen ist das Kranksein nur noch nicht ausgebrochen. Die Giftkostschlacken lagern noch in den Blutgefäßen, im Gewebe, in den Organen: Bei dem einen brechen sie nur früher, beim anderen später auf. Na, mach' ich Dich jetzt schon etwas nachdenklicher?

Zur Diagnose gehört bereits das Fiebermessen! Sobald das ein bißchen höher klettert, schlagen alle besorgten Mütter die Hände über dem Kopf zusammen und schreien nach dem Doktor und dessen Giften. Nicht zu fassen! Lassen sich verrückt machen, anstatt sich zu freuen, daß die Hochtemperatur das Kind gesund macht! Du erkennst: Jede Diagnose beunruhigt nur. Schon deshalb ist auch hier das Einschalten des Arztes ein unnötiges Sich-selbst-Verrücktmachen: Denn es untergräbt Dein Vertrauen an die von der Natur in jeden Menschen eingelegten Kräfte, sich selbst wieder in Ordnung zu bringen.
So viele sagen: »Warum sollte ich mir Gedanken um meine Gesundheit machen? Ich bin 42 Jahre alt und mein Leben lang nie krank gewesen, kenne keine Kopfschmerzen, habe keine Rückenschmerzen. Ja, ich kriege nicht mal Schnupfen, wenn allen anderen die Nase läuft. Ich trinke ohne Beschwerden meinen Wein, rauche mit Genuß meine zwei Schachteln Zigaretten am Tag und muß nicht mal davon husten.«

Dann sei Dir darüber klar, daß Dein Körper so voller Dreck steckt, daß er nicht mal mehr in der Lage ist, mit Krankheitszeichen zu reagieren. Das heißt: Du bist äußerst gefährdet!

Aber weiter mit all den verschiedenen Phantasiekrankheiten, die Dir die Ärzte andichten. Überlege Dir mal mit dem gesunden Menschenverstand: Vor 5.000 Jahren kannte man nur eine, vor 2.000 Jahren nur zwei, vor 1.000 Jahren nur fünf Krankheiten. Vor 20 Jahren kannte man ärztlicherseits immerhin 39.000 verschiedene Arten von Krankheiten, jetzt sind es schon 40.000!

Deshalb sind die Ärzte einfach überfordert mit ihrem Beruf und ihren angeblich 40.000 verschiedenen Krankheiten! Bildest Du Dir ein, ein Mensch könnte die alle im Kopf haben? Mathematikgenies gibt's nur ein paar auf der Welt. Daher rührt auch der 50%ige Falschanteil bei diesen Scheinursachenfeststellungen, den Diagnosen. Andererseits:
Dieses Suchen nach stets neuen Arten hat folgenden Sinn: Es hilft der Schulmedizin, zufolge der mittels neuer Apparaturen immer spezielleren Symptombeschreibungen den Anstrich von Wissenschaftlichkeit zu erhalten. Und der vor so viel Fachwissen ehrfürchtig staunenden Menschheit den Glauben an die Notwendigkeit zu vermitteln, jede spezielle Krankheit bedürfe auch eines speziellen Mittels. Was wiederum den Chemikern zum Herstellen und Erfinden von neuen Giftmixturen beste Gelegenheiten gibt - womit sich diese ihr Einkommen sichern und ihren Arbeitgebern, den Pharmagiftproduzenten, zu Höchstprofiten verhelfen. Ein wunderschöner Reigen, der sich da zum Wohl der Ärzte und der Pharmazie dreht.

»Das ist doch Wahnsinn!«

Ja - aber er hat Methode. Denn damit kann sich eine sonst unbekannte graue Maus unter den Medizinern für die Nachwelt mumifizieren und Preise einheimsen, damit niemand erkennt, daß es sich nur um ein unnützes, aufgeblasenes Nichts handelt, das er zum Schaden der Menschen entdeckt hat. Und er bekommt so leicht einen Professorentitel, und damit mehr Gutachten auf seinem Fachgebiet zugeschanzt und somit mehr Pinkepinke. (-> LV 2010, 9726, 2171)
Eine letzte Aufwertung erfahren die immer über den wirklichen Ursachen seiltanzenden Mediziner dann, indem man ihnen das Bundesverdienstblechkreuz anhängt. Welches nach den Beamten, die es zu ihrer Aufwertung allerdings auch sehr nötig haben, am meisten den Medizinern verliehen wird.

Und alle Welt ist nun vollends davon überzeugt, daß der tolle Hecht da eine Großtat gegen das Leid und für das Menschengeschlecht vollbracht hat. Dabei hat er nur mal wieder erneut die den Staat so belastenden Krankheitskosten hochgepuscht und ihn somit geschädigt! Tja, nun kannst Du Deinen offenen Mund zuklappen, nachdem ich Dir mal wieder den Vorhang von diesem Schmierentheater der Medizin um ein Zipfelchen gelüftet und, so hoffe ich, Dich über das Wahnsinnstreiben der Menschen in dieser Welt ein wenig nachdenklich gemacht habe...

Gesundheitsgesetz der Natur:
Es gibt auf dieser Erde nichts Besseres zu entdecken als das, was die Natur geschaffen hat und nichts besseres zu tun, als der Natur zu folgen - aber niemals den Menschen!

Bei erwiesenen 50% Falschdiagnosen muß man auch noch damit rechnen, daß die Ärzte bei aller modernen Diagnosetechnik nichts finden. Dann nehmen sie an, der Patient wolle ihnen etwas vorschwindeln und man behält ihn zur Beobachtung da. Bis dann die Nachtschwester dem Arzt am Morgen mitteilt: Übrigens, der Simulant von Zimmer 401 ist gestorben...
(Ich finde den Zynismus dieses alten Medizinerwitzes allerdings nur wenig zum Lachen.)

Nun frage Dich doch mal: Wenn es nur eine Gesundheit gibt, wie soll es da denn 40.000 verschiedene Krankheiten geben? Steigst Du allmählich mehr und mehr hinter die Unlogik und schon zur selbstverständlich gewordenen Volksverdummungsmasche der Falschmünzerwerkstatt Schulmedizin?

Eine dieser Krankheiten bezeichnen die Ärzte als Iatrophobie (Angst vor Ärzten). Das ist die einzige Krankheit, gegen die Du nichts unternehmen, die Du hätscheln und für immer pflegen solltest. Und ich will gerne das meinige dabei tun, daß sie größte Ausmaße bei Dir annimmt...

Es ist schließlich die einzige Krankheit, die Dich um so gesünder macht, je mehr Du ihr anheimfällst.

Wie sehr meine Annahme berechtigt ist, daß aus leichten Variationen in der Lebensführung verschiedene Leiden entstehen können, erkennst Du daraus: Die Japaner erkranken zehnmal so oft an Magenkrebs wie die Amerikaner. Die Amerikaner dagegen erkranken zwanzigmal häufiger an Darm- und Brustkrebs als die Japaner.
Der Grund: Die Japaner essen sehr salzig, aber sehr wenig fettes Fleisch. Die Amerikaner essen sehr viel fettes Fleisch - aber nicht so scharf gesalzen.
Ziehen die Japaner aber nach Amerika (und nehmen dann so langsam die dortigen Lebensgewohnheiten an), so haben sie schon ab der zweiten Generation genau so viel mit Darmkrebs und weniger mit Magenkrebs zu tun wie die USA-Bürger!
Und dann: Mit jeder banalen, bei der Diagnose festgestellten Blutveränderung können sie Dir irgendeine Krankheit andrehen und Dich so zum ständigen Kunden heranziehen.

Und wenn Du dann ihnen glücklich entronnen zu sein glaubst, weil Du ihnen die (krebsausstreuende) körperliche Untersuchung einer eventuellen Prostata- (oder anderen) Untersuchung stark geblieben verweigertest, kommen sie Dir plötzlich hinten herum und sagen Dir, der Bluttest habe aber ergeben... Und Du kriegst darauf Medikamente verpaßt, die Dich wirklich krebskrank machen!

»Ich stelle fest: Deine Abneigung gegen die Medizin ist ja schon krankhaft! Du reißt alles nieder, was die Mediziner sich so mühsam erarbeitet haben«, meinst Du entrüstet.

Zu Deinem Glück wagt das endlich mal einer. Und zugegeben: Meine Animosität gegen die schulmedizinisch tätigen Ärzte mag halbpathologische Züge tragen - aber sie hat mir immerhin das Leben gerettet und mich davor bewahrt, einen frühen Krebstod zu erleiden. Und wenn ich Dir von dieser gesundheitsbringenden Abneigung gegen die Schulmediziner hier ein bißchen zu Deinem Heil (gefahrlos) einzuimpfen vermag, würde ich mich freuen.

Zudem: Ich kritisiere die Schulmedizin nicht ein einziges Mal, wo ich nicht Besseres entgegenzusetzen weiß, wie Du später immer erkennen wirst. Das Niedermachen der Schulmedizin von meiner Seite aus stellt also einen durchaus kreativen Akt dar. Bei Dir sitzt meine wichtigste Erkenntnis noch immer nicht tief genug, die ich Dir jetzt einprägsam präzisiere mit folgendem Gesundheitsgesetz der Natur:
Es gibt nur eine einzige Krankheit, und das ist die unnatürliche Lebensführung.

»Solltest Du der Lebensführung gegenüber nicht eine etwas tolerantere Haltung einnehmen?«
In belanglosen Dingen, klar. Aber bei so wichtigen Fragen bedeutet zu viel Toleranz nur eine Preisgabe der Gesundheitsgrundsätze zu Deinem Nachteil. Diese müssen vor Dir stehen wie die zehn Gebote. Wenn Du dagegen verstößt, bin ich tolerant genug, das zu akzeptieren. Aber Du mußt dann auch bereit sein, die Folgen zu tragen.
»Und was machst Du, wenn Du mal wirklich einen Arzt nötig hast?«

Ich laß es erst gar nicht soweit kommen, daß ich lebensgefährlich oder überhaupt erkranke. Und unter dem Bewußtsein, daß es keine Krankheiten gibt, kann das jeder und deshalb sind Ärzte - außer für das heutige Unfallgeschehen und für die kaputten Zähne - auch für Dich nicht nötig. Im übrigen:
Das ist mir eine schöne Leistung: 40.000 angeblich verschiedene Krankheiten zu ermitteln und sich die Köpfe darüber heiß zu reden, wenn es nur eine einzige Krankheit auf dieser Welt gibt!

»Stopp! Wie kann eine Krankheit zu 40.000 anderen führen? Du gibst mir ein Rätsel auf!«
Die bislang ermittelten 40.000 Krankheitsarten, denen nur eine Ursache zugrundeliegt, kommen deshalb zustande, weil menschliche Erbmassen und Lebensweisen verschiedenartig sind.

Weil der eine nicht wie der andere lebt! Weil sich kein Mensch dem anderen gleich verhält! Und weil die Menschen in vielen verschiedenen Abstufungen nicht mehr natürlich leben: Der eine raucht und trinkt nicht - der andere raucht und säuft. Der eine schluckt Medikamente und ißt schon mal etwas Natürliches wie Obst oder Möhren aus dem eigenen Garten - der andere nimmt keine Medikamente und sitzt dafür den ganzen Tag in seinem Sessel. Der eine bewegt sich viel und ernährt sich fast nur von Fleisch - der andere läuft genau so viel herum, jedoch nur in der gifterfüllten Luft einer Großstadt und ißt gern und viel Bratkartoffeln. Der eine hat gutes, widerstandsfähiges Erbgut - der andere schon stark geschädigtes in die Wiege gelegt bekommen und leidet seelisch unter einem grobschlächtigen Partner. Der eine ist liebevoll mit Muttermilch - der andere lieblos mit weißem Kunstpulver groß geworden. Der eine liebt einfache, nur wenig verseuchte Kost - der andere ißt nur in Imbißstuben oder Gaststätten. Der eine lebt viel im Freien und schätzt polierten Reis - der andere lebt ständig in Betonwaben und ernährt sich fast nur von Spaghetti. Na, ich will Dich nicht weiter langweilen, aber so könnte ich lange fortfahren. Soviel noch: Mann und Frau essen völlig gleich und schwärmen beide für Rindersteaks. Nur Mutti schluckt zusätzlich gegen ihre Kopfschmerzen Aspirin. Beide werden mit 60 krank. Er wird senil und ihre Verwahrlosung wegen des BSE-Jacob-Creutzfeldtleidens wird täglich schlimmer...

»Trotzdem: das mag erklären, weshalb es einige wenige, auf der Verschiedenartigkeit der Lebensführung beruhende Krankheiten gibt, aber doch nicht 40.000!« wendest Du ein.

Ich habe Dir jetzt nur sechzehn Arten verschiedener Lebensweisen aufgezählt. Aber wenn ich allein die Hälfte der sechzehn oben aufgeführten verschiedenen Tatbestände miteinander kombiniere, komme ich schon auf über 40.000 verschiedene Möglichkeiten des Krankseins! Daß bei der Kombination von sechzehn Elementen gar eine Zahl herausspringt, die kaum benennbar ist, bedeutet, daß es rein rechnerisch noch mehr als die bislang festgestellten 40.000 Krankheiten geben kann. Das erklärt sich einmal damit, daß es mehr Einzelkrankheiten gibt, die man aber der Einfachheit halber unter einem einzigen Namen zusammengefaßt hat. Ich denke da etwa an den Krebs, der in mehr als hundert verschieden Arten medizinisch klassifiziert wurde. Zum anderen erklärt es sich damit, daß die Mediziner ja irrsinnigerweise dabei sind, immer weiter neue Krankheiten zu entdecken...

Und so blind sind die Menschen hinsichtlich der Ursachen ihrer Krankheiten: Krebspatientinnen geben die Schuld daran der Umweltverschmutzung. Herzinfarktkranke nennen als Ursache den Streß, dem sie unterliegen, Nierenkranke unter Dialyse machen die Fehler und Versäumnisse der Ärzte für ihr Leiden verantwortlich. Niemand aber sich selbst... Und so kommt es, daß den Ärzten immer eine teuflische Argumentation gelingt, mit der sie die Menschen krank halten und sich ein beständig wachsendes Einkommen und ihrem heimlichen Arbeitgeber Pharmazie Profite sichern können. So schildert es mir eine Seminarteilnehmerin: Ich pflege meine fast bewegungsunfähige, an chronischer Polyarthritis erkrankte Mutter und sehe, wie schrecklich sie leidet. Als ich bei mir die ersten Anzeichen der gleichen Krankheit, Kribbeln und Anschwellen von Hand-, Zehen- und Ellenbogengelenken wahrnehme und entsetzt meinen Arzt frage, was ich dagegen jetzt tun kann, antwortet der kühl: gar nichts! Sie sehen doch, das liegt in ihrer Familie. Das kommt eben auf sie zu. Aber mit Kortison können sie es ganz gut ertragen... Du erkennst - gleich in welcher Zeit Du lebst - in immer wieder neuen Kostümierungen finden die Ärzte Zugänge zu der Menschen Einfältigkeit, sie mit dem schönen Schein der Hoffnungsmache zum eigenen Vorteil übers Ohr zu hauen.

Das Wohlwollen Deines Arztes gegenüber Dir als krankem Menschen kannst Du, jetzt nach Veröffentlichung des Buches im Buchhandel daran prüfen, ob er Dir nach einer solchen oder ähnlichen Frage statt dessen antwortet: Oja, Sie können viel dazu tun, Ihrem bevorstehenden Leid zu entgehen. Wenn Sie nach den Anweisungen des GROSSEN GESUNDHEITS-KONZ leben. Dann kann der bittere Kelch an Ihnen vorübergehen. Einfach ist das nicht. Aber Sie haben ja ständig Ihre Mutter vor Augen... Die unter der sich bei ihnen bereits abzeichnenden Krankheit so schrecklich leidet.

Winziger Auszug aus dem Literaturverzeichnis (LV)
[1172] Huber, E., Handeln statt schlucken, edition g, Berlin, ISBN 3-86124-176-5 (Huber ist Präsident der Ärztekammer Berlin), Auszug:
"Die Produktion von Diagnosen ohne sinnvolle therapeutische Konsequenz und die ständige Kontrolle und die ständige Kontrolle von Befunden sind das Ergebnis des jetzigen Organisations- und Finanzierungssystem in der kassenärztlichen Praxis. Verdient wird an den Kranken, bestraft wird, wer gesund macht!" (-> LV 2041)

[2041] Das soll gute Ärzte geben! Daß ich nicht lache!
»Einige verkriechen sich hinter Lehrbüchern, studieren die seltensten Krankheiten, kennen jede Fußnote. Die Frage-Antwort-Prüfung verstärkt den Prozeß des zusammenhanglosen Auswendigpaukens. Der Blick für das Eigentliche geht so verloren, wird sprichwörtlich aberzogen. Der Arzt sieht nur das Organ, manchmal nur die zellulären Defekte, und vergißt die Sorgen und Nöte des kranken Menschen. (S. 30)
Wenn medizinische oder ärztliche Dienstleistung zur Konkurrenz um möglichst lukrative Pfründe degeneriert und ihren Bezug zum sozialen Gefüge leugnet, schadet das dem Gesundheitswesen und dem Gemeinwohl. Ärzte suchen ihren individuellen oder gruppen-egoistischen Vorteil zu Lasten der sozialen Möglichkeiten und Grenzen. Eigennutz wird höher bewertet als der Dienst am Sozialen in der Marktwirtschaft. (S. 25)
Das gesamte Gesundheitssystem orientiert sich dann am Haben der Nutznießer und nicht am Sein der leidenden Menschen. Eine solche Haltung im System ist aber sozial nicht verträglich. Die soziale Verträglichkeit der Medizin ist also davon abhängig, ob Schmarotzertum unter der Flagge von Humanität und Menschenliebe segelt, oder bescheidener und selbstkritischer Dienst am Kranken und Schwachen vorherrscht. (S. 25/26)
Es ist eher die Regel als die Ausnahme, daß der Arzt nach gründlicher Untersuchung nicht weiß, was dem Patienten fehlt. (S. 68)
Für sechs Milliarden DM werden also unsinnige oder nicht wirksame Arzneimittel konsumiert. Im Müll landen unbenutzte Arzneimittel im Wert von fünf bis zehn Milliarden DM. Wenn die Ausgaben für Arzneien aus Apotheken um die Hälfte reduziert wären, würde die medizinische Versorgung der Bevölkerung nicht zusammenbrechen. (S. 86)
Die Routine Frage des Arztes: »Herr Müller, brauchen Sie noch etwas?« verschleiert die wirkliche Aussage: Ich habe keine Zeit, mich länger um ihre Sorgen und Nöte zu kümmern. Das Rezept verkürzt also die Gesprächssituation und hilft gleichzeitig, die notwendigen Punkte auf dem Krankenschein abrechnen zu können. (S. 95)
Die Forschung selbst ist nur zum geringsten Teil Innovationsforschung und zum allergrößten Teil Forschung zu Gunsten besserer Marktchancen. Der Grundgegensatz zwischen den Unternehmenszielen eines Pharmaproduzenten und dem Unternehmensziel der Gesundheitsversorgung muß gelöst werden. (S. 99)
Wehe aber, wenn ein solch alter Herr oder eine solche alte Dame einem modernen Mediziner in die Fänge gerät. Es ist ein leichtes, mit vielen lateinischen Diagnosen das Gefühl von Krankheit und Leid zu produzieren. Als Arthrose bezeichnet man die knackenden Gelenke, als Extrasystole dramatisiert man die Herzstolper, als Herzinsuffizienz die Schwierigkeit beim Treppensteigen. Die Weitsichtigkeit hat lateinische Namen, Gedächnisstörungen werden mit Arteriosklerose und Durchblutungsstörungen erklärt, Veränderungen der Haut lassen sich als Pigmentstörung bezeichnen, Cholesterinwerte zur bösen Krankheit stilisieren. Für die meisten Altersbeschwerden gibt es Pillen, Salben, physikalische Verordnungen und jede Menge technisches Gerät zur differenzierten Untersuchung und Überwachung. Menschen über 65 Jahre sind nach dem Selbstverständnis der technischen Medizin eben krank oder nicht gründlich genug untersucht. (S. 160)
Zu den typischen Alterserscheinungen gehört beispielsweise ein gewisser »Knochenschwund«, wie es die Leute nennen. Diese altersnormale Osteoporose avancierte in den letzten Jahren zur Modekrankheit. Ein neues Gerät, um die 100.000 Mark teuer, erlaubt mit farbigen Bildern die Messung der Knochendichte. Die Orthopädiepraxen begannen, immer mehr Patienten, vornehmlich Patientinnen, mit imposanten Daten und farbigen Bildern zu versorgen. Eine therapeutische Konsequenz aus der Osteodensitometrie gibt es nicht. Dennoch lassen ständige Kontrollmessungen eine lukrative Einkommensquelle erschließen. Etwa 1% des kassenärztlichen Honorars floß im Jahr 199l in die Knochendichtemessung. (S. 171)«

HUBER, E., Handeln statt schlucken, edition g, Berlin, ISBN 3- 86124-176-5 (Der Verfasser ist Präsident der Ärztekammer Berlin) (-> LV 1172)
[2421] Der Komplex »Fehldiagnose« ist vielschichtig. Besonders häufige Fehlerquellen sind (nach »Selecta«):
1. Symptomdiagnosen werden mit Krankheitsdiagnosen verwechselt ('Rheuma', 'Neuritis', 'Hyper- oder Hypotonie', 'Epilepsie').
2. Falsch verstandener Zwang einer Diagnose führt dazu, an einer einmal gestellten Diagnose starr festzuhalten. Ein Arzt, der sich nicht zu irren wagt, ist ein gefährlicher Arzt.
3. Eine Diagnose wird einfach übernommen, etwa weil sie von einer Autorität gestellt wurde.
4. Eine Fehldiagnose basiert auf der vorausgehenden. Nach einer ungeklärten Kolik wird laparotomiert (Sehrohreingriff) und - wiederholt sich die Kolik - wegen »Verwachsungen« relaparotomiert, bis man dann nur eine matabolische oder toxische Ursache erkennt (diabetische Acidose, Porphyrie).
5. Beobachtungen, die nicht lückenlos in die Diagnose passen, werden als Schönheitsfehler übersehen. Sie müßten im Gegenteil ganz besonders beachtet werden.
6. Ein Einzelbefund wird überbewertet, indem man - vor allem in einem unklaren Fall - die Diagnose an im »aufhängt«, um überhaupt eine zu haben.

[2425] Prof. Bronisch in Selecta:
»Hat man sich einmal diagnostisch verrannt, können sich für den Patienten zwei Schäden addieren:
· Die Grundkrankheit bleibt unbehandelt,
· die eingeleitete falsche Therapie verschlechtert die ursächliche Krankheit.«

[2426] Das Ausmaß der nachweisbaren Fehldiagnosen bei der ärztlichen Leichenschau sei erschreckend, so auch Prof. Hans-Joachim Wagner aus Homburg an der Saar. Bei einer Untersuchung von 13.500 Todesfällen sei die Diagnose in 62% der Fälle falsch gewesen, darunter 6% mit verkanntem Fremdverschulden (Mord, Totschlag, usw).

(Ärzte Zeitung 7.11.1991)

 

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